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Grundlagen- und Orientierungsprüfung


Teilnehmerkreis und Ziel

Die Grundlagen- und Orientierungsprüfung (GOP) ist eine studienbegleitende Prüfung, die im Lehramtsstudium Informatik nach LPO I (2008) für die Schulformen Gymnasium, Real- und Hauptschule anfällt. Im Rahmen dieser Prüfung soll, vergleichbar einer Zwischenprüfung, frühzeitig festgestellt werden, ob Sie für das gewählte Studium geeignet sind.

Modularisiertes Lehramtsstudium und Leistungspunkte

Das Lehramtsstudium nach LPO I (2008) ist in Module strukturiert (siehe Studienpläne), denen jeweils eine sogenannte Leistungspunktezahl (auch ECTS-Punkte; ECTS – European Credit Transfer System) zugeordnet ist (typischerweise 2.5 LP, 5 LP, 7.5 LP oder 10 LP). Diese Leistungspunktezahl quantifiziert den (erwarteten) studentischen Arbeitsaufwand, da ein Leistungspunkt 30 Arbeitsstunden entspricht. Ein Modul, wie z. B. „Algorithmen und Datenstrukturen“ mit angesetzten 10 LP entspricht einem erwarteten Arbeitseinsatz von 10 x 30 Std. = 300 Std. Das Modul „Algorithmen und Datenstrukturen“ setzt sich aus 8 Präsenzstunden pro Woche (4 Vorlesungsstunden, 2 Tafelübungsstunden, 2 Rechnerübungsstunden) zusammen, das entspricht einem Arbeitsaufwand von 8 Std./Woche x 15 Wochen/Semester = 120 Std./Semester. Daraus resultiert ein erwarteter Arbeitseinsatz von 300 Std. (gemäß 10 LP) – 120 Std. (Präsenz) = 180 Std. für Vorlesungsvor- und -nachbereitung, Übungsbearbeitung, Lernen für Klausur etc. verteilt über das Semester.

Das Lehramtsstudium nach LPO I (2008) ist so strukturiert, dass pro Semester Module im Umfang von ca. 30 LP (Informatik + Kombinationsfach + Erziehungswissenschaftlicher Bereich) belegt werden. Diese Zahl basiert auf der Annahme, dass man bei einem Vollzeitstudium ca. 40 Std./Woche an Arbeitszeit investieren kann. Sollte die Summe der Leistungspunkte der von Ihnen in einem Semester belegten Module 30 LP wesentlich überschreiten, dann sollten Sie mit der Studienberatung Kontakt aufnehmen.

GOP-Regelungen: Lehramt allgemein und Lehramt Informatik

Die GOP sieht nun vor, dass bis zum Ende des zweiten Semesters Module im Umfang von 40 LP unter Berücksichtigung bestimmter Randbedingungen erfolgreich abgeschlossen worden sein müssen. Diese Randbedingungen sind:

  • In der Informatik müssen mindestens entweder das Modul „Algorithmen und Datenstrukturen“ (10 LP) oder beide Module „Parallele und funktionale Programmierung“ (5 LP) und „Theoretische Informatik für Lehramtsstudierende“ (5 LP) erfolgreich abgeschlossen sein.
  • Die GOP-Regelungen des jeweiligen Kombinationsfaches sind einzuhalten, dort werden Module im Umfang von weiteren bis zu 20 LP als GOP-Module definiert. Die fachspezifischen Regelungen finden sich in der jeweiligen Fachprüfungsordnung.
  • Im Fall des nicht-vertieften Studiums (Realschule, Hauptschule) muss mindestens ein Modul aus dem erziehungswissenschaftlichen Bereich erfolgreich abgelegt worden sein.
  • Die LAPO (§8 (2)) erlaubt eine Überschreitung der Frist zur Ablegung der GOP um ein Semester, d.h. bis Ende des dritten Semesters. Darüber hinaus gibt es beim Prüfungsamt einen Antrag zur Verlängerung der Frist.

Wenn die Summe der Leistungspunkte der durch diese Regelungen festgelegten Module geringer als 40 LP ist, dann wird jedes weitere Modul, das bis zum 3. Semester bestanden ist (Informatik, Kombinationsfach, Erziehungswissenschaften) für die GOP verwendet. Sobald 40 LP gemäß dieser Regelungen überschritten sind, ist die GOP bestanden. Zu beachten ist dabei allerdings, dass GOP-Prüfungen jeweils nur einmal wiederholt werden dürfen. Wird die entsprechende Prüfung auch dann nicht bestanden, ist das Studium leider beendet. Nicht-GOP-Prüfungen dürfen zweimal wiederholt werden.