Die verbreitete Vorstellung, in der Informatik gehe es vorwiegend um die Nutzung von Standard-Software, um Programmierung und Administration von Computern, entspricht nicht der Realität. Der Informatiker Dijkstra formulierte dazu:

„In der Informatik geht es genauso wenig um Computer, wie in der Astronomie um Teleskope“.

Die Informatik hat sich zu einer umfassenden Grundlagen- und Querschnittsdisziplin entwickelt, die sich sowohl mit den technischen, organisatorischen und gesellschaftlichen als auch mit den theoretischen Fragen der Anwendung und Entwicklung von Informatiksystemen befasst. Ähnlich, wie Architekten Bauwerke vom Gespräch mit dem Bauherrn über ein Modell zum Produkt entwickeln, gehören zu den Aufgabenbereichen von Informatikern das systematische Analysieren von Anforderungen, das Entwerfen von Modellen und das zielgerichtete Realisieren von Informatiklösungen im Rahmen eines kreativen und kommunikativen Prozesses, der stets in enger Abstimmung mit Auftraggebern und Projektteams abläuft. Mit ihren Methoden der Formalisierung, der Modellbildung und der Simulation erschließt die Informatik neue Denk- und Arbeitsweisen in allen Bereichen der Natur- und Geisteswissenschaften und der Technik, im Bildungsbereich z. B. in den Teildisziplinen Wissensmanagement und E-Learning.

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